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Abstract

1871 schickten die Klavierbauer Steinway & Sons aus New York einen Konzertflügel als Geschenk an Hermann von Helmholtz in Berlin. Die Firmeninhaber wollten sich so für all das bedanken, was sie von Helmholtz’ Akustikforschung gelernt hatten. Der besagte Flügel befindet sich heute im Deutschen Museum und bildet den Ausgangspunkt der vorliegenden Studie über die Potenziale des neuen Klangwissens für den Klavierbau des 19. Jahrhunderts. Mit seiner 600-seitigen »Lehre von den Tonempfindungen« von 1863 hatte Helmholtz der Akustik zum größten Erkenntnisgewinn des Jahrhunderts verholfen. Hier entschlüsselte er erstmals das zuvor rätselhafte Phänomen der Klangfarbe und erfand Apparate, die die Analyse von Instrumentalklängen ermöglichten. Das kam für Steinway genau zur richtigen Zeit, und so begann C. F. Theodore Steinway, der älteste Sohn des Firmengründers, 1865 mit einer grundlegenden technischen Überarbeitung des Flügels, die sich in der höchsten Dichte von Patent-Erfindungen der Unternehmensgeschichte niederschlug. Die Patentschriften, aber auch die Klaviere selbst dienen in diesem Buch als Grundlage für die Frage, wie die Akustikforschung für den Klavierbau nutzbar gemacht wurde.

ExemplarnummerSignaturStandortLeihstatus
0081042539158-R/16Magazin