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  • Titel
    Co-production of gender and AI in a museum space : exploring the multimodal science communication of an AI exhibition
  • Verfasser:in
  • Verfasserangaben
    Hanna-Kaisa Susanna Hämäläinen
  • Erscheinungsort
    Wien
  • Erscheinungsjahr
    2023
  • Seiten
    vii, 101 Seiten
  • Illustrationen
    Illustrationen
Abstract

Wissenschaftsmuseen sind wichtige Akteure in der Wissenschaftskommunikation. Frühere Studien haben gezeigt, dass Wissenschaftskommunikation nie wertfrei ist. Daher ist es wichtig zu untersuchen, wie Wissenschaftskommunikation in Wissenschaftsmuseen stattfindet und welche Visionen von Wissenschaft gegenüber anderen bevorzugt werden. Diese Arbeit untersucht die Co-Produktion von Geschlecht und Künstlicher Intelligenz (KI) in der temporären Ausstellung Künstliche Intelligenz? im Technischen Museum Wien. In dieser Arbeit untersuche ich die Darstellung der Geschlechter, die Konzeptualisierungen von KI und das Ausstellungsdesign, und zeige, wie sich Geschlecht und KI in der Ausstellung gegenseitig co-produzieren. Darüber hinaus analysiere ich, wie die implizierten BesucherInnen in der Ausstellung vergeschlechtlicht sind und wie sie sich zum Thema KI verhalten. Drittens analysiere ich, wie der mehrdeutige Begriff von KI in der Ausstellung umgesetzt und kommuniziert wird, da KI im Allgemeinen auf vielfältige Weise verstanden werden kann. Ich nähere mich dem Thema aus einer multimodalen Perspektive, indem ich die thematische Analyse als meine zentrale Methode verwende. Die Analyse wird ergänzt durch die Perspektive des Female Responsive Design (FRD); Zwei theoretische Konzepte aus dem Bereich der STS - Co-Produktion und ontologische Multiplizität - bilden den Rahmen für die Analyse. Meine Forschung zeigt, dass die Rolle und der Platz, der den verschiedenen Geschlechtern eingeräumt wird, sehr unterschiedlich sind. Obwohl die Ausstellungsdesigns oft den Empfehlungen für barrierefreie und integrative Ausstellungen folgen, sind die Inhalte der Exponate nach wie vor häufiger durch Männlich gelesene Personen dargestellt. Allgemein wird in der KI-Ausstellung eine binäre Sicht auf das Geschlecht und die traditionellen Geschlechterrollen wiedergegeben. Künstliche Intelligenz wird als ein männlich dominiertes Technologiefeld dargestellt, während weiblich gelesene Personen hauptsächlich als Nutzerinnen von Technologie vorkommen. Auf der Grundlage der Kommunikationsstrategien und des Ausstellungsdesigns argumentiere ich, dass das Geschlecht des implizierten Besuchers unklar ist und dass es möglicherweise mehrere implizierte Besucher gibt. In ähnlicher Weise gibt es in der Ausstellung mehrere Inszenierungen von KI. Diese Studie erweitert bestehende Arbeiten, die sich mit den sozialen Ungleichheiten in Wissenschaft und Technologie befassen. Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass es immer noch ein Ungleichgewicht bei der Repräsentation und Gleichstellung der Geschlechter in der KI und in den Diskursen darüber gibt. Darüber hinaus trägt diese Studie zu einer wachsenden Zahl von Arbeiten bei, die sich mit multimodaler Kommunikation und der Bedeutung von Räumlichkeit und Materialität befassen. Die Analyse lädt den Leser ein, die Bedeutung der verschiedenen Kommunikationsformen in einem Ausstellungsraum und die potenziell unterschiedlichen Botschaften, die von diesen Formen getragen werden, zu hinterfragen.